MiniGame-Mittwoch: Mega Man

Mega Man gehört wahrlich nicht ohne Grund zu einer der populärsten Spielserien des japanischen Erfolgsentwicklers Capcom, so kennt ihn doch heutzutage fast jedes Kind. In der japanischen Version ursprünglich als Rockman bezeichnet, hüpft der blaue Android durch meist acht verschiedene Levels und stellt sich dabei jedem Gegner. Dies macht er nun seit mehr als 20 Jahren und ein Ende der Reihe ist nicht abzusehen.

Der Kampfroboter wurde vom Wissenschaftler Dr. Thomas Xavier Light entwickelt und erbaut, um den Kreationen dessen Gegenspielers  Dr. Wily, der seinerseits die Vorherrschaft der technologischen Genialität innehaben will, entgegentreten zu können und somit die Welt vor dem Unheil zu bewahren. In den klassischen Titeln der Reihe muss Mega Man dafür zumeist gegen acht individuelle Bossgegner antreten, sich jedoch zuvor durch die speziell für die jeweiligen Typen konstruierten Level schlagen. Jeder von ihnen trägt eine andere Waffe bei sich, welche man durch einen Sieg in seinem Inventar wissen kann. Neben der Standardwaffe, einer Art Laserkanone, die aus dem Arm des Protagonisten hervorgeht, kann man dann also die Waffen des Gegners, welche sich in Streuung, Feuerrate sowie Effektivität unterscheiden, zu seinen Gunsten nutzen. Gunsten daher, weil die acht Bösewichte gegenüber eines bestimmten Waffentyps empfindlich sind. Es lohnt sich also eine vorteilhafte Reihenfolge in der sonst freien Levelwahl zu erarbeiten.

Dennoch gestaltet sich das Spiel als eines der schwierigeren Sorte, da selbst die Zwischengegner relativ resistent und meist an ungünstigen Orten platziert sind, sodass ebenfalls die Sprungeinlagen wesentlich erschwert werden. Als Hilfsmittel sind dafür immerhin Energie bringende Kugeln in den Levels verteilt, was aber noch lange nicht heißt, dass man ohne auf seinen Lebensbalken zu achten, durchmarschieren kann. Ein weiteres Indiz für den relativ hohen Schwierigkeitsgrad ist das Speicher- und somit Passwortsystem, welches ab dem zweiten Teil der Reihe hinzukam. Am Ende eines jeden Levels wird einem hierbei ein Passwort ausgegeben, welches man beim erneuten Start des Geräts eingeben und somit am gesicherten Punkt weiterspielen kann. Das klingt insgesamt zwar widersprüchlich, ist aber tückischer als man denkt, da vor allem gen Ende zunehmend falsche Passwörter auf dem Bildschirm erscheinen, damit man bestimmte Passagen wirklich an einem Stück spielt.

Mit der Zeit und aufgrund des anhaltenden Erfolges der Mega Man-Spiele,  kamen immer mehr Titel hinzu und sogar neue Spin-Offs, wie die X-, Zero-, Legends-, und Battle-Network-Reihe wurden erschaffen. So kommt es, dass mittlerweile an die 120 Spiele existieren, welche insgesamt unschlagbare 28 Millionen Mal verkauft wurden. Wen wundert es also, dass man dem lieb gewonnenen blauen Kampfroboter zudem 3 Serien im Comic- bzw. Animestil bescherte, auch wenn sie in manchen Punkten nicht ganz dem Videospielvorbild entsprachen.

Zu guter Letzt natürlich noch der Link zur spielbaren Online-Version, wobei ihr beachten müsst, dass dieser nicht ganz dem entspricht, was im folgenden Video zu sehen ist. Dieses zeigt nämlich das Gameplay der NES-Urversion von 1987.

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